Gründungssitzung BS ETM FAIR-Schulteam

Bie der 1. Sitzung am 12.1.16 sind folgende ETM-FAIR-Teammitglieder anwesend:

Eltern/Väter

Franz Mitas, BEd

Gründungsprotokoll ETM FAIR_12012016Ing. Walter Braunsteiner

Schüler:

Stefan Werschlein

Daniel Vesa

Lehrernnen:

Doris Thun-Gussenbauer, BEd

Karin Stettler, BEd

Die Kriterien für die Zertifizierung der Schule als FAIRTRADE-Schule werden besprochen und beschlossen, dass eine Zertifizierung angestrebt wird.

Aktionsplan wird ausgearbeitet (siehe Blog-Aktionsplan).

Die Direktion erklärt sich bereit das Projekt zu unterstützen!

Die Fairtraders eröffnen ihren Verkaufsstand

Ab 11. Jänner 2016 bieten wir gemeinsam mit der HAK Mistelbach eine Einkaufsmöglichkeit für Fair-Trade Produkte. Unser Verkaufsstand ist jeden Montag in den großen Pausen geöffnet und wird von unserer Klasse (4AH) betreut. Es werden verschiedenste Produkte angeboten, zum Beispiel diverse Sorten Schokolade, Bio Gummibären und Fair-Trade Nüsse. Der Stand wurde sehr positiv von den Schülern und Lehrern angenommen und wir haben bereits hohe Umsätze erzielt.

Aktionsplan BS ETM

ETM FAIR plant folgende Aktivitäten:

  • Ergänzung der Kaffeeautomaten in den Schulgängen mit FAIRTRADE Kaffee
  • Aufnahme der Unit “FAIRTRADE” im Englisch Unterricht
  • Versuch FAIRTRADE-Proudukte im Schulbuffet zum Verkauf zu bringen
  • Lehrerküch auf FAIRTRADE-Kaffee umstellen
  • 2x jährlich findet zum Informationsaustausch ein Jour-fix mit den Ausbildern der Lehrlinge statt, hier sollen den Gästen nur noch FAIRTRADE Produkte (Säfte, Knabberein, Süsses) serviert werden.

Tag der offenen Tür im SZE

 

Ein Teil der Klasse 3D hat gemeinsam mit Frau Mag. Anita Pichler am Freitag Nachmittag und am Samstag Vormittag zum Thema Fair trade – faire Kleidung  gearbeitet.

Zunächst befassten wir uns mit dem Begriff „Fair Trade“. Sehr dienlich waren dafür die didaktisch gut aufbereiteten Folien der Organisation. Die Säulen: Ökonomie, Ökologie und Soziales haben wir in Gruppen separat bearbeitet und daraus jeweils ein Plakat entworfen, die nun die Klasse zieren. In einer weiteren Unterrichtseinheit sind wir näher auf die Produktion von Biobaumwolle eingegangen. Hierfür haben wir die informative „Baumwollzeitung“ studiert und einen dafür entwickelten Fragenkatalog im Anschluss beantwortet.  Schon interessant, dass Baumwolle derart viel Wasser benötigt und noch dazu einen hohen Pestizideinsatz erfordert, da sie in Monokulturen gepflanzt wird.

Um zu begreifen, wie notwendig es wäre, fair gehandelte Ware zu kaufen, haben wir die Preisgestaltung anhand einer Jean sichtbar gemacht. Dass ein so wesentlicher Anteil beim Einzelhandel und bei der Markenfirma bleibt, hat uns erstaunt. Nicht einmal einen ganzen Euro von den 100, die wir bezahlen, bekommt die Person, die die Hose näht.  Allen ist klar geworden, dass eine Textilarbeiterin einen viel zu niedrigen Lohn erhält. Wir haben gesehen, dass eine Verdoppelung ihres Lohns, den Preis der Jean bei uns  um nur einen Euro erhöhen würde. Wobei wir jetzt aber auch wissen, dass die alleinige Verdoppelung ihres Lohns immer noch nicht ein Existenzlohn wäre. Wir1% Lohn haben also auch unterscheiden gelernt, zwischen Mindestlohn und Existenzlohn.

Besonders interessant fanden wir den „Firmencheck“ der Clean Clothes-Campagne. Es war spannend, im Internet aufzuspüren, welche Kleiderfirmen auf dem richtigen Weg sind,  in Richtung ethischem Wirtschaften und welche noch sehr großen Nachholbedarf haben.

Ein Film über die Produktion von Orangen und Orangensaft in Spanien hat uns vor Augen geführt, dass die Missstände hier dieselben sind wie im Textilbereich. Unser Bewusstsein zum Thema Fair Trade ist nun sicherlich geschärfter.

 

Faires Weihnachtsshopping im SZE St.Pölten

Die 3D Vertiefung Soziales, bietet auch dieses Jahr in der Adventszeit wieder viele Lebensmittel und Gebrauchsgegenstände aus fairem Handel an. Wie auch in den letzten Jahren war der Schmuck bei den Lehrkräften, Schülern und Schülerinnen ein großer Erfolg und auch die fair gehandelte Schokolade hob die Stimmung am Elternsprechtag. Shoppen am FAIRTRADE Stand ist eine gute Möglichkeit, ein Last-Minute Geschenk für das Engerl-Bengerl-Spiel und für Weihnachten zu besorgen.

Warum solltet ihr FAIRTRADE Produkte kaufen? Das ist ganz einfach, hier sind einige Gründe:

  •  Fixer Mindestlohn für die Erzeuger über Weltmarktniveau
  •  Verbot von Kinderarbeit
  •  Umwelt- und Pestizidmanagement
  •  Verbesserter Gesundheitsschutz
  •  Chancen auf Bildung

 

Deswegen: Wenn schon shopping, dann faires shopping – damit das Weihnachtsgeschenk allen Freude bereitet!
unser Fairstand in der Schulaula

Brasilianische Gäste zum Thema Landraub

Brasilianische Gäste

Am Donnerstag, den 29. November 2015, hatten die Aufbaulehrgänge im Rahmen des Spanisch Unterrichts die Möglichkeit, zwei brasilianische Frauen und ihren Einsatz für die Rechte der indigenen Bevölkerung Bahias kennenzulernen. Janira Jesus Souza de França und Maria da Gloria Jesus waren auf Einladung ihrer Partnerorganisation „SEI SO FREI“ in Österreich, um von ihrer Lebensrealität zu erzählen.

Um die Mechanismen der Machtausübung des brasilianischen Staates durch Manipulation und das Gefühl der Ohnmacht seitens der Landbevölkerung besser nachvollziehen zu können, luden Janira Jesus Souza de França und Maria da Gloria de Jesus die Schülerinnen und Schüler ein, eine Übung zu machen. In Zweiergruppen sollten sie einmal als Künstler und einmal als Kunstwerk spüren, wie es ist, verformt zu werden bzw. jemanden zu verformen. In der anschließenden Reflexion der Übung wurde übergleitet zur brasilianischen Realität der indigenen Bevölkerung der Tupinambá, der Maria angehört. Seit Jahren setzt sich die gesamte Familie Marias ein, das Land, das seit Jahrhunderten von ihrem Stamm bebaut und bewohnt wird, offiziell in Besitz zu nehmen. Der Staat verfolgt jedoch andere Interessen und will diesen Grund und Boden internationalen Firmen anbieten und schreckt dabei vor Gewalt und Repression den Indigenen gegenüber nicht zurück.

Die beiden Brasilianerinnen wollen uns auch hier in Österreich bewusst machen, wie wichtig es ist, sich gegen Ungerechtigkeiten zur Wehr zu setzten und für eine bessere Welt einzutreten. Dankbar waren Janira und Maria, dass sie ihre Erfahrungen und ihren Kampf um Landrechte mit uns teilen durften. Denn je mehr Druck auch aus Europa auf die brasilianische Regierung ausgeübt wird, desto eher werden die Rechte der indigenen Bevölkerung Brasiliens geachtet und geschützt. Einen aktiven Beitrag dazu konnten alle volljährigen Schülerinnen und Schüler tun, indem sie sich in Unterschriftenlisten eintrugen, die der brasilianischen Regierung übergeben werden, mit der Aufforderung, die Landrechte der Tupinambá offiziell zu bestätigen und zu respektieren.

 

Mag. Susanne Pracher