Fairtrade im Unterricht

Das Thema Fairtrade wird an der Modeschule Hallein in unterschiedlichen Gegenständen und Klassen umgesetzt. Neben den beiden Fachbereichen (z.B. Textiltechnologie, Haar- und Hautanalyse) finden sich diese Inhalte auch im Bereich Wirtschaft (z.B. Projektmanagement, Betriebswirtschaft), Naturwissenschaft und Religion. Wenn möglich, wird auf eine fächerübergreifende Verknüpfung geachtet, um den Wissenszugewinn für die Schülerinnen und Schüler zu maximieren.

Beispiele sind:

– im Bereich Naturwissenschaft eine Doppelstunde zum Thema „Reise einer Jeans“ – mit Arbeitsmaterialien vom Landwirtschaftsministerium, Themen Ernährungsformen, Fairtrade-Gütesiegel und Umweltschutz

– im Bereich Wirtschaft Anschauen und Nachbearbeiten des Films „The hands that sew your shirt“

– im Bereich Religion die Themen ungerechte Wirtschaftsstrukturen und Wirtschaftsethik

– im Fachbereich Mode Produktion nachhaltiger und faire Stoffe

– im Fachbereich Hairstyling Verwendung nachhaltiger Produkte

Fairtradeprodukte in der Modeschule Hallein

Auf die Verwendung nachhaltiger bzw. fairer Produkte wird an der Modeschule viel Wert gelegt. Dies beschränkt sich nicht nur auf das Angebot von Fairtrade-Kaffee im Schulbuffet bzw. im Automaten. Vielmehr wird im Fachbereich Mode, wenn möglich, auf faire und nachhaltige Stoffe geachtet und im Fachbereich Hairstyling, Visagistik und Maskenbildnerei wird im Praxisunterricht die Marke „Label-M“ verwendet, die Fairtrade zertifiziert ist.

Veranstaltung in Kooperation mit EZA

Im Herbst fand an der Modeschule Hallein eine unglaublich interessante Veranstaltung mit Srikar Yenuka und Kimberley Miranda statt, die zusammen mit „EZA – Fairer Handel“ ökologisch-faire Kleidung produzieren. Die beiden Gäste aus Indien berichteten aus erster Hand von Baumwollbäuerinnen und -bauern sowie Näherinnen aus den Slums von Mumbai. Die Vorteile, die sich für die Produzentinnen aus der Kooperation mit EZA ergeben sind unter anderem: Transparenz in der Herstellung, menschenwürdige Arbeitsbedingungen und ökologisch verantwortungsvolle Produktion und Fairer Handel.

Diese Schulaktion, an der die 1. Kollegklasse und eine 2. Modeklasse beteiligt waren, wurde im Sinne eines nachhaltigen Unterrichts im Anschluss in unterschiedlichen Gegenständen nachbearbeitet.

In Köflach setzen sich AHS und Gemeinde zusammen für Fairness ein

In der steirischen Gemeinde Köflach ziehen Gemeinde und AHS am selben Strang und setzen sich für Fairness ein! Walter Friedrich und eine Gruppe engagierter SchülerInnen von der AHS Köflach holten schon im März 2017 die Auszeichnung FAIRTRADE-School und sind seitdem aktiv für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen im Globalen Süden.

Die große FAIRTRADE-Schools Fahne hängt über dem Verkaufsstand der SchülerInnen, der gemeinsam mit dem lokalen Weltladen organisiert wurde. Sowohl bei Elternsprechtagen als auch beim Schulabschlussfest können hier fair gehandelte Waren gekauft werden.

Im Internetcafe der AHS ist der Heißgetränkeautomat mit Kaffee, Tee und Kakao – natürlich alles mit FAIRTRADE-Siegel – befüllt. In der Kantine des Konferenzzimmers gibt es FAIRTRADE-Bio-Kaffee, und auch das Schulbuffet verkauft Produkte mit FAIRTRADE-Siegel.

Weitere Highlights waren der Südwind-Schokolade Workshop oder die Präsentationen von SchülerInnen in Englisch zum Thema Fair Life: Fair Food, Fair Animals, Fair Nature

Fairtrade-Informationstag

Am 2. Dezember 2017 organisierten wir, die Schülerinnen des Fair-Trade Teams, einen Verkaufsstand beim alljährlichen Informationstag in Ursprung. Dort berichteten wir den Besuchern über unser derzeitiges Fair-Trade-Projekt und verkauften verschiedenste Schokoladen, Zuckerl und andere vorweihnachtliche Naschereien.

Besonders unser fair gehandelter Adventkalender stieß bei den jungen Kunden auf große Begeisterung, wobei die Besucher nur so viel bezahlen mussten, wie ihnen das Produkt wert war. Hier möchten wir uns für die groß­zügigen Spenden und die tatkräftige Unterstützung durch die EZA Köstendorf bedanken, da sie uns mit rascher Lieferung und einigen kostenlosen Produkten auch dieses Mal wieder eine große Hilfe war.

So konnten wir viele Interessenten und Freunde der Schule auf nachhaltigen, fairen Handel und den Willen zur Veränderung in Ursprung aufmerksam machen und gleichzeitig ein Startkapital für zukünftige Projekte erarbeiten.

Fair durch die Festtage

Wir, ein Teil des Fair-Trade Teams, haben bei dem Ursprunger Weihnachtskonzert einige Fair-Trade Leckereien angeboten. Darunter befanden sich zum Beispiel die begehrten Pralinen, verschiedene andere Schokoladen Spezialitäten und Zuckerl.

Wir haben alle Produkte bei der EZA bestellt, welche uns auch schon bei vorherigen Projekten tatkräftig unterstützt hat. Freundlicherweise hat uns die EZA einige Dinge kostenlos zur Verfügung gestellt.  Dadurch konnten wir unseren Fokus darauflegen, den Menschen über fairen Handel und unser Projekt zu berichten. Wir gaben keinen Preis vor, die Menschen konnten so viel bezahlen wie sie wollten, einige haben uns mit großzügigen Spenden unterstützt.

Der Erlös fließt natürlich in weitere, hoffentlich große und wirkungsvolle, wohltätige Projekte.

Wir hoffen damit viele Menschen erreichen zu können und zum Nachdenken anregen werden.

Wir haben’s geschafft!

Spät aber doch ist es uns jetzt gelungen den Blog für die HBLA Ursprung zu installieren. Nach mehreren Versuchen einen Blog zu erstellen werden nun auch wir regelmäßig unsere Erfahrungen teilen.

Doch wer sind wir überhaupt?
Im September letzten Jahres (2017) fanden sich SchülerInnen aus dem Aufbaulehrgang und der Um (Umwelt und Ressourcen Management) rund um Frau Professor Enzinger zusammen. Wir machten es uns zum Ziel mehr über Fair-Trade zu lernen.

Seitdem sind wir gemeinsam unterwegs um Ursprung ein bisschen fairer zu machen.
Durch Zahlreiche Projekte im heurigen Schuljahr (2017/18) haben wir bereits einiges bewirkt und Interesse auf mehr geweckt.

Unsere Erfahrungen und bisherige gemeinsame Aktionen möchten wir hier mit euch teilen.

Euer Fair-Trade Team aus der HBLA Ursprung

Exkursion in den Weltladen

Weltladen St. Pölten

Unter der Leitung von Frau Mag. Frey besuchten die Schülerinnen und Schüler der 2AF den Weltladen in der Schreinergasse in St. Pölten, um faire und nachhaltige Produkte für den geplanten Fair Trade Stand auszuwählen. Frau Heidi Wagner führte uns vor Ort durch den Weltladen und zeigte uns verschiedene fair gehandelte und produzierte Waren und erklärte den Zweck und die Organisation des Weltladens. Besonders überraschte es die Schülerinnen und Schüler, dass viele Mitarbeiter in ihrer Freizeit ehrenamtlich tätig sind.

 

Fair Trade Stand in der HLW St. Pölten

Die SchülerInnern und Schüler der 2AF organisierten gemeinsam mit Frau Mag. Frey und Frau Mag. Stieböck einen Fair-Trade-Stand in der Aula der Schule. Neben Lebensmitteln wie zum Beispiel Schokolade, Tee, Kaffee, Gewürze und getrockneten Früchten wurden Handwerksprodukte wie Schalen, Handtaschen, Geldbörsen, Schmuck angeboten. Außerdem erstellten die Schülerinnen selbstgemachte Kerzen und Karten im Werkunterricht mit Frau Dipl. Päd. Henninger.

Neben der Organisation des Einkaufes und Verkaufes, wurde auch das Führen eines Kassabuches trainiert. Außerdem informierten die Schülerinnen über „Fair Trade“ und den Weltladen in St. Pölten.

Mit dem Erlös unseres Verkaufs der Produkte des Weltladens, konnte das Projekt „Kilus“ auf den Philippinen unterstützt werden.

 

 

Was ist das Projekt „Kilus“?

Kilus erbaute eine schöne Genossenschaft auf den Philippinen. Sie besteht fast ausschließlich aus Frauen. Sie produzieren „Saftpacktaschen“. Bis in die Nacht von 25. zum 26. Jänner 2017, da brach ein Feuer aus und zerstörte die ganze Produktion.

Wird genügend gespendet, so wird wieder eine Produktion aufgebaut. Computer und Nähmaschinen würden gekauft werden. Nahrungsmittel werden damit besorgt. Dadurch werden wieder Arbeitsplätze geschaffen.

Fair-Trade Stand

„Gleichbehandlung Ungleicher schafft Ungerechtigkeit“

Ein Satz zum Nachdenken. Dieses Filmzitat und weitere Aussagen aus einer Dokumentation über den Kaffeehandel waren im Biologie-Unterricht der 6. Klasse auf Plakaten zu lesen. Die SchülerInnen waren eingeladen, dazu schriftlich Stellung zu nehmen. In der Stunde davor hatten sie in einem Rollenspiel als VertreterInnen unterschiedlicher Interessensgruppen über die Frage diskutiert, ob Bananen fair und ökologisch produziert werden sollten. Kaffee, Bananen – anhand dieser zwei Beispiele wurden Strukturen und Mechanismen des weltweiten Handels bewusst gemacht, auf die wir als Konsumenten Einfluss ausüben können. Im Englischunterricht erzählte unsere diesjährige Englischassistentin Jade über den fairen Handel in Großbritannien, Lena und Theresa fassten Prinzipien und Ziele von Fairtrade in einer Powerpoint-Präsentation zusammen und luden zur Diskussion (auf Englisch) ein.