Tag der offenen Tür im SZE

 

Ein Teil der Klasse 3D hat gemeinsam mit Frau Mag. Anita Pichler am Freitag Nachmittag und am Samstag Vormittag zum Thema Fair trade – faire Kleidung  gearbeitet.

Zunächst befassten wir uns mit dem Begriff „Fair Trade“. Sehr dienlich waren dafür die didaktisch gut aufbereiteten Folien der Organisation. Die Säulen: Ökonomie, Ökologie und Soziales haben wir in Gruppen separat bearbeitet und daraus jeweils ein Plakat entworfen, die nun die Klasse zieren. In einer weiteren Unterrichtseinheit sind wir näher auf die Produktion von Biobaumwolle eingegangen. Hierfür haben wir die informative „Baumwollzeitung“ studiert und einen dafür entwickelten Fragenkatalog im Anschluss beantwortet.  Schon interessant, dass Baumwolle derart viel Wasser benötigt und noch dazu einen hohen Pestizideinsatz erfordert, da sie in Monokulturen gepflanzt wird.

Um zu begreifen, wie notwendig es wäre, fair gehandelte Ware zu kaufen, haben wir die Preisgestaltung anhand einer Jean sichtbar gemacht. Dass ein so wesentlicher Anteil beim Einzelhandel und bei der Markenfirma bleibt, hat uns erstaunt. Nicht einmal einen ganzen Euro von den 100, die wir bezahlen, bekommt die Person, die die Hose näht.  Allen ist klar geworden, dass eine Textilarbeiterin einen viel zu niedrigen Lohn erhält. Wir haben gesehen, dass eine Verdoppelung ihres Lohns, den Preis der Jean bei uns  um nur einen Euro erhöhen würde. Wobei wir jetzt aber auch wissen, dass die alleinige Verdoppelung ihres Lohns immer noch nicht ein Existenzlohn wäre. Wir1% Lohn haben also auch unterscheiden gelernt, zwischen Mindestlohn und Existenzlohn.

Besonders interessant fanden wir den „Firmencheck“ der Clean Clothes-Campagne. Es war spannend, im Internet aufzuspüren, welche Kleiderfirmen auf dem richtigen Weg sind,  in Richtung ethischem Wirtschaften und welche noch sehr großen Nachholbedarf haben.

Ein Film über die Produktion von Orangen und Orangensaft in Spanien hat uns vor Augen geführt, dass die Missstände hier dieselben sind wie im Textilbereich. Unser Bewusstsein zum Thema Fair Trade ist nun sicherlich geschärfter.

 

Faires Weihnachtsshopping im SZE St.Pölten

Die 3D Vertiefung Soziales, bietet auch dieses Jahr in der Adventszeit wieder viele Lebensmittel und Gebrauchsgegenstände aus fairem Handel an. Wie auch in den letzten Jahren war der Schmuck bei den Lehrkräften, Schülern und Schülerinnen ein großer Erfolg und auch die fair gehandelte Schokolade hob die Stimmung am Elternsprechtag. Shoppen am FAIRTRADE Stand ist eine gute Möglichkeit, ein Last-Minute Geschenk für das Engerl-Bengerl-Spiel und für Weihnachten zu besorgen.

Warum solltet ihr FAIRTRADE Produkte kaufen? Das ist ganz einfach, hier sind einige Gründe:

  •  Fixer Mindestlohn für die Erzeuger über Weltmarktniveau
  •  Verbot von Kinderarbeit
  •  Umwelt- und Pestizidmanagement
  •  Verbesserter Gesundheitsschutz
  •  Chancen auf Bildung

 

Deswegen: Wenn schon shopping, dann faires shopping – damit das Weihnachtsgeschenk allen Freude bereitet!
unser Fairstand in der Schulaula

Brasilianische Gäste zum Thema Landraub

Brasilianische Gäste

Am Donnerstag, den 29. November 2015, hatten die Aufbaulehrgänge im Rahmen des Spanisch Unterrichts die Möglichkeit, zwei brasilianische Frauen und ihren Einsatz für die Rechte der indigenen Bevölkerung Bahias kennenzulernen. Janira Jesus Souza de França und Maria da Gloria Jesus waren auf Einladung ihrer Partnerorganisation „SEI SO FREI“ in Österreich, um von ihrer Lebensrealität zu erzählen.

Um die Mechanismen der Machtausübung des brasilianischen Staates durch Manipulation und das Gefühl der Ohnmacht seitens der Landbevölkerung besser nachvollziehen zu können, luden Janira Jesus Souza de França und Maria da Gloria de Jesus die Schülerinnen und Schüler ein, eine Übung zu machen. In Zweiergruppen sollten sie einmal als Künstler und einmal als Kunstwerk spüren, wie es ist, verformt zu werden bzw. jemanden zu verformen. In der anschließenden Reflexion der Übung wurde übergleitet zur brasilianischen Realität der indigenen Bevölkerung der Tupinambá, der Maria angehört. Seit Jahren setzt sich die gesamte Familie Marias ein, das Land, das seit Jahrhunderten von ihrem Stamm bebaut und bewohnt wird, offiziell in Besitz zu nehmen. Der Staat verfolgt jedoch andere Interessen und will diesen Grund und Boden internationalen Firmen anbieten und schreckt dabei vor Gewalt und Repression den Indigenen gegenüber nicht zurück.

Die beiden Brasilianerinnen wollen uns auch hier in Österreich bewusst machen, wie wichtig es ist, sich gegen Ungerechtigkeiten zur Wehr zu setzten und für eine bessere Welt einzutreten. Dankbar waren Janira und Maria, dass sie ihre Erfahrungen und ihren Kampf um Landrechte mit uns teilen durften. Denn je mehr Druck auch aus Europa auf die brasilianische Regierung ausgeübt wird, desto eher werden die Rechte der indigenen Bevölkerung Brasiliens geachtet und geschützt. Einen aktiven Beitrag dazu konnten alle volljährigen Schülerinnen und Schüler tun, indem sie sich in Unterschriftenlisten eintrugen, die der brasilianischen Regierung übergeben werden, mit der Aufforderung, die Landrechte der Tupinambá offiziell zu bestätigen und zu respektieren.

 

Mag. Susanne Pracher

 

Aktion Fairer Nikolaus HLW Landwiedstraße

Der Heilige Nikolaus ist der Schutzpatron der Kinder und Frauen. Er beschenkte im 3. Jh. die Kleinen und die Armen. Mit der Aktion „Fairer Nikolaus“ will das Team fair@landwied unter tatkräftiger Mitwirkung von Schüler/innen der Klasse 5AHL an unserer Schule die Tradition des Heiligen Nikolaus aufrechterhalten.

In Kooperation mit der entwicklungspolitische Aktion „SEI SO FREI“ der katholischen Aktion setzten wir uns dabei heuer besonders für das Haus für Mutter und Kind in Brasilien ein. Dieses Haus wurde von dem aus Österreich stammenden Bischof Erwin Kräutler gegründet und ermöglicht es mittellosen Müttern aus dem Amazonas-Regenwald, rund um die Geburt ihres Kindes oder während einer Therapie ihrer Kinder in der Stadt eine leistbare Unterkunft zu haben. Dort können sie sich erholen, erhalten aber auch Fortbildungen wie Alphabetisierungs- und Nähkurse.

Bischof Erwin Kräutler wurde im Jahr 2010 für sein Engagement für die indigenen Völker Brasiliens, für die Befreiung aus struktureller Armut und für den Erhalt des Regenwaldes mit dem alternativen Nobelpreis ausgezeichnet.

Das Team fair@landwied – begleitet von einem stilecht gekleideten Nikolaus – bot am 4. Dezember 2015 gegen eine kleine Spende fair gehandelte Schokolade an.

Durch die großzügige Unterstützung von Schüler/innen und Lehrer/innen konnten schließlich 245,71 € an die Aktion „SEI SO FREI“ überwiesen werden.

 

Damit hat unsere Schule gezeigt: Wir alle können die Welt ein Stück fairer machen, wir alle können mit den Armen teilen – so wie es schon der Hl. Nikolaus getan hat.

 

Team fair@landwied, Dezember 2015Nikolaus Team 2015Nikolaus1 I b HLW

Fairtrade Schulteam gegründet, VS Judendorf-Straßengel, 2014/2015

  • 101_1716Anwesend sind: Gabriele Brandner (1b), Julia Grentner (4b) Johanna Tentschert (Mutter), Jakob Hörmann und Christoph Zanzgleitner (Schüler 4b), Irmgard Hörmann (1a und Mama)
  • die Kriterien für die Zertifizierung der Schule als FAIRTRADE-Schule werden besprochen und beschlossen, dass eine Zertifizierung angestrebt wird.
  • Aktionsplan wird ausgearbeitet
  • Die Direktorin erklärt sich bereit das Projekt zu unterstützen!

Aktionsplan Fairtrade Schule Klassen 1a, 1b und 4b, VS Judendorf

  • In drei Klassen werden Workshops zum Thema FAIRTRADE stattfinden: 1a, 1b und 4b
  • in diesen Klassen wird das Thema auch verstärkt im Unterricht behandelt – Frau Tentschert hat eine Link-Liste mit Unterrichtsmaterialien zusammengestellt, die verwendet werden können.
  • bei der nächsten Konferenz (18.11.) werden alle Kolleginnen gebeten für die Kaffeemaschine im Lehrerzimmer nur mehr FAIRTRADE Kaffee mitzubringen. Weiters wird auf Wunsch die Link-Liste an interessierte Kolleginnen verschickt und über den Stand des Projekts informiert.
  • am Elternsprechtag (26.11.) werden Jakob und Christoph einen Verkaufsstand mit FAIRTRADE Adventkalendern und Nikoloschokolade betreuen. Frau Tentschert hat aus dem Weltladen einiges aus dem Sortiment mitgebraucht und wir besprechen, welche Mengen wir auf Kommission bestellen können.
  • Beim Schulfest im Frühjahr werden die 1a und 4b in einer gemeinsamen Aufführung die Bedeutung des Fairen Handels thematisieren.
  • Frau Brandner hat mit dem Leykam Verlag besprochen, dass bei der Buchausstellung Bücher zum Thema Fairer Handel angeboten werden. Das Buch „DAs himmelblaue T-Shirt“ kommt auf die Wunschliste der Schulbibliothek.
  • Mit den Elternvertretern der 4b und 2a wird Kontakt aufgenommen und gebeten, im Eltern-Cafe am Elternsprechtag ebenfalls FAIRTRADE Kaffee auszuschenken.
  • Beim Spielefest am 3. Juli 2015 wird es eine Spielestation mit FAIRTRADE Fußbällen geben.
  • Im 2. Semester ist wein weiteres Treffen des Schulteams geplant.

Eat and Think -> EATHINK!

Erfreulicherweise beschäftigen sich ja viele unterschiedliche Gruppen mit der Thematik einer fairen Güterverteilung. Ein ganz besonderes Thema in diesem Zusammenhang ist die Ernährung. Daher hat sich die NGO „Südwind“ auch ganz besonders damit auseinander gesetzt und erarbeitet Unterrichtsbilder dazu, die von den am Projekt „Eathink“ teilnehmenden Schulen getestet werden.

Da die heurige Expo in Mailand auch diesem Thema gewidmet war, fand ein Workshop dazu auch dort statt, an dem eine unserer Kolleginnen teilnehmen durfte.EAThink Workshop Mailand 2015

The true cost – How to wear fair

Ein Bericht der 3 b FW

Am Freitag, den 18. September 2015 besuchten wir gemeinsam mit der 3 a FW die Arbeiterkammer, wo wir uns den Film « The true cost » auf Englisch mit deutschen Untertiteln angesehen haben.

In diesem Film ging es um Mode und ihren Preis, über eine Milliardenindustrie, die jeden Style als immer neue Offenbarung inszeniert, an der wir teilhaben dürfen – vorausgesetzt, wir kaufen. Doch diese Geschichte beginnt nicht auf den Laufstegen, sondern in den Textilfabriken Bangladeschs, Indiens und Chinas.
Je billiger die Produktion, desto besser für die Handelskonzerne. Der Film zeigte uns aber das Elend der Menschen, die unsere Kleidung produzieren. Sechs Tage die Woche unter widrigsten Arbeitsbedingungen für einen extrem niedrigen Lohn von knapp 2 Euro pro Tag. Betroffen sind Geschäfte wie H&M, Primark, Zara, Forever21, etc. Also genau jene, in denen wir am liebsten einkaufen.
Erschreckend waren die verheerenden Umweltschäden durch Billigproduktion. Viele Kinder kommen mit Geburtsfehlern auf die Welt, weil die Chemikalien für die Kleidung Flüsse und Trinkwasser verseuchen und die enorme Müllberge von Kleidung, die nur schwer verrotten, die Umwelt belasten.
Nach dem Film gab es mit den anwesenden Klassen noch eine Diskussionsrunde, in der die Thematik des Films aufgearbeitet wurde und offene Fragen der Schüler beantwortet wurden.

Interessierte Schüler bekamen eine Gratiskarte für die „Wear Fair & mehr“ – Messe in der Tabakfabrik, die vom 18. bis 20. September stattfand.

Einzelne Meinungen und Reflexionen der Schülerinnen:
„Ich finde, es soll nicht mehr zugeschaut werden, sondern dringend etwas getan werden, wie z.B. die Arbeitsbedingungen verbessern […]. Doch wir hier können auch etwas bewirken, indem wir einfach in den Geschäften nicht einkaufen gehen. Es gibt auch zahlreiche Geschäfte mit schönen Sachen, die nicht aus der Massenproduktion stammen.“

„Die zwei schrecklichsten Szenen im Film waren für mich, wo die Fabrik eingestürzt ist und die Menschen geweint, geschrien und zusammen gebrochen sind. Und die Demonstrationen in China, wo selbstbewusste Frauen aufgestanden sind und für ihr Recht kämpfen wollten, leider mit schrecklichen Folgen.“

„Ich habe den Film einerseits sehr schockierend gefunden, aber auch sehr interessant. Ich werde mir in Zukunft überlegen, wo ich einkaufen gehe und was ich mir kaufe. Der Film hat mir die Augen geöffnet.“

„Ich werde ab jetzt immer schauen, woher meine Kleidung kommt und manchmal doch überlegen, ob ich alles brauche, was ich kaufe und auf einiges verzichten.“

„Meine Meinung ist, dass ich nicht mehr so viel Gewand kaufe und mir genau überlege, ob ich nicht schon so ein ähnliches T-Shirt habe. Jetzt denke ich mehr an die Leute, die so hart arbeiten, aber nicht gut verdienen.“

„Diesen Film sollten viel mehr Jugendliche sehen, damit ihnen mal bewusst wird, was wir anhaben und unter welchen Bedingungen es hergestellt wird […]“

Dienst an den Kolleg*innen

Eine der ersten Handlungen in diesem neuen Schuljahr war es, den kleinen, aber abwechslungsreichen Fairtrade-Stand im „Lehrercafé“ wieder zu befüllen – und er erfreut sich auch wieder regen Zuspruchs!
Der Kalender daneben stammt von der Tropenstation „La Gamba“ in Costa Rica, durch die wir mit Hilfe der Gewinnspanne aller Fairtrade-Verkäufe einerseits ein Patenkind, andererseits die Wiederbewaldung („Regenwald der Österreicher“) .