Kriterium 1 – Protokoll der Gründung des Fairtrade-Schulteams

Gemeinsam mit zwei Schulkolleginnen darf ich das Projekt der Fairtrade Zertifizierung unserer Schule gemeinsam im Schuljahr 2017/18 weiterführen. Wir schreiben darüber unsere wissenschaftliche Abschlussarbeit (Diplomarbeit) und es ist uns eine Ehre, dass wir diese große Verantwortung übernehmen dürfen!

Im Anhang befindet sich ein Dokument über unser erstes Treffen des Teams.

Dokument: Kriterium 1

Projekt ,,Ab ins Kisterl‘‘

Die 4AH hat sich im Rahmen der Übungsfirma entschieden, ein Projekt zu starten. Es handelt sich um ein Kräuterbeet bepflanzt mit Basilikum, Schnittlauch und Petersilie. An dem Projekt nehmen 9 Klassen teil, welche die Kräuter jeden Tag gießen und sich gut darum kümmern werden, damit sie am Ende den Wettbewerb um die schönsten, besten Pflanzen gewinnen können. Um gewinnen zu können, müssen die Klassen ein Foto schicken, wenn die Kräuter fertig gewachsen und reif für das Gewinnerfoto sind. Um den Wettbewerb fair zu beenden, werden zwei unbeteiligte Lehrer die Entscheidung darüber treffen. Das Projekt passt zum modernen, gesunden und nachhaltigen Stil unserer Schule und unserer Übungsfirma.

Ab ins Sackerl!

Projekt „Ab ins Sackerl!“

Die Eventgruppe der 4AH hat im Rahmen der Übungsfirma das Projekt „Baumwollsackerl“ gestartet, mit dem Fokus auf Bio-Qualität gerichtet. Dazu haben wir Kontakt mit verschiedenen Firmen aufgenommen, die Fair Trade-Baumwolltaschen mit gewünschtem Druck anfertigen. Nach langer Suche fanden wir eine passende Firma in Wien. Diese ließen wir mit unserem Schullogo und der E-Mail Adresse bedrucken. Die fertigen Baumwollsackerl verwenden wir als Werbeträger für den Tag der offenen Tür und die Schulvorstellungen in den Hauptschulen und Neuen Mittelschulen, um den Schülern und Eltern Informationsmaterial über unsere Schule mitzugeben.

Begegnung mit Gästen aus Guatemala

 

 

Am Freitag, dem 5. Mai hatten zunächst die 4DHW und dann die 2AHW und 2CHW die einzigartige Chance zu einer Begegnung mit Gästen aus Guatemala, einem Land Mittelamerikas: Rosario No’j Xoyon und Mariola Vicente Xiloj, zwei Frauen aus dem Stamm der Maya, ließen uns als Einstimmung an einem, für diesen Tag vorgesehenen, Ritual zum Gedenken an die Ahnen teilhaben.

Die SchülerInnen präsentierten dann ihre, im Religionsunterricht vorbereiteten, Auffassungen über ein gutes Leben bzw. was für uns hier in Europa Wohlstand bedeutet. Mariola und Rosario erzählten, dass für sie zu einem guten Leben die Verbindung aller Lebewesen, der Ahnen, der Natur und der Respekt füreinander gehören. Sie veranschaulichten anhand des „Problembaumes“ die Wurzeln der Schwierigkeiten in ihrem Land: Rassismus, Landraub, kein Zugang zu Bildung und medizinischer Versorgung. Gemeinsam suchten wir, anhand eines von ihnen mitgebrachten Beispiels, nach Lösungen, damit auch Jugendliche in Guatemala eine Chance auf ein gutes Leben haben.

Beide Frauen arbeiten in Initiativen, die den diskriminierten und verarmten Jugendlichen aus Maya-Familien unter anderem durch Spenden der Dreikönigsaktion und des Familienfasttages Zugang zu Bildung und somit Zukunftsperspektiven geben.

Dieser interkulturelle Austausch wurde von Welthaus Österreich, einer Organisation der katholischen Kirche ermöglicht. Silvia Mödritscher von Welthaus Klagenfurt moderierte den Workshop und brachte auch eine Übersetzerin mit, damit ein Austausch mit den Spanisch sprechenden Gästen möglich war.

Das Abschlussritual erinnerte uns noch einmal daran, dass wir deshalb so gut leben können, weil unsere Vorfahren die Wege dafür bereitet haben.

Mag. Rosa Windbichler

Faire Cocktails

 

Seit 25 Jahren gibt es den Weltladen St. Veit, eine Initiative von Menschen, die sich für den gerechten Handel und das faire Zusammenleben aller Menschen einsetzen. Am Freitag, dem 5. Mai wurde im Pfarrzentrum St. Vitus ausgiebig gefeiert.

Zur bunten Feier trug auch die HLW St. Veit bei: Vier Schülerinnen und ein Schüler aus dem 2. Jahrgang bereiteten im Rahmen ihrer Barkeeperausbildung einen Lebensfreudecocktail und einen Weltcocktail zu. Ein großes Danke für das herzliche, und professionelle Service. Mit sieben aktiven und drei pensionierten Lehrerinnen, war unsere Schule sehr präsent und wir sind das nicht nur beim Feiern, sondern auch indem wir den Fairen Handel im Unterricht zum Thema machen und fair gehandelte Waren in der Schule anbieten.

Besonders berührend war das Miteinander mit den Maya- Frauen aus Guatemala, die auch schon in der Schule zu Gast waren. Sie erinnerten uns an die Verbundenheit aller Lebewesen und der Natur.

Mag. Rosa Windbichler

Iss was Gscheites! Handle fair!

Am 21. April genossen wir, die 4DHW, im Rahmen eines Workshops im Jugendzentrum St. Veit ein „bio-faires“ Frühstück und erfuhren anschaulich, die Bedeutung des biologischen Landbaus und wie wir zu weltweiter Gerechtigkeit beitragen können.

Diplompädagogin und Agrarwissenschaftlerin Stefanie Ruttnig von der Organisation Welthaus (Österreichweite katholische Initiative für Bildung und Entwicklung) führte uns mit Spielen, Bildern und persönlichen Erfahrungen aus Ihrer Zeit als Entwicklungshelferin in Kenia unsere weltweite Verbindung vor Augen.

Anschließend überzeugten wir uns bei einem Besuch im Weltladen St. Veit von der interessanten, fair gehandelten Produktpalette und den Chancen auf einen gerechten Lohn und ein menschenwürdiges Leben für die Bauern und Produzenten, die dahinter stehen.

Ein Sprichwort aus Afrika soll uns ermutigen: „Viele kleine Leute, die an vielen kleinen Orten, viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern.“

Rosa Windbichler

Unsere nächsten Schritte

 

  • „Fairnaschen“ zu Ostern – Basar in der Schule
  • Bio-Faires-Frühstück und Workshop für den 4. Jahrgang
  • Workshops am 05. Mai mit Gästen aus Guatemala
  • Teilnahme an der 25-Jahr Feier des Weltladens, Zubereitung von Fairen Cocktails
  • Gespräch mit Kantine: mindestens ein Produkt aus Fairem Handel
  • Gespräch mit Abteilungsleiter der Gastronomie: bezüglich Ausstellung Fairer Gewürze und Verwendung von Fairen Produkten in der Betriebsküche
  • Gestaltung von Schaukästen mit Weltladen-Produkten
  • Faire Produkte bei Schulveranstaltungen

HLW St. Veit auf dem Weg zur Fairtrade-Schule

Mit der Gründungssitzung des Schulteams „Lila Reis“, bestehend aus zwei ElternvertreterInnen, zwei Schülerinnen aus der 4CHW und fünf Lehrerinnen haben wir am 28. März den Start zur Zertifizierung als erste Fairtrade-Schule in Kärnten gesetzt. Bei einem anfänglichen Brainstorming wurde die bunte Palette bisheriger Aktionen, Impulse, Unterrichtseinheiten zum Thema des gerechten Handels und der Kooperationen mit dem Weltladen sichtbar. Vielfältig sind auch unsere Ideen, wie wir uns, angefangen von den Gewürzen über den Kaffee bis hin zur Schokolade, über fair gehandelte Produkte informieren und diese auch anbieten könnten.

Nun gilt es einen Aktionsplan zu erstellen und all unsere Aktivitäten zu bündeln. Im Rahmen ihrer Diplomarbeit werden Bianca Höffernig und Sarah Raunegger den Prozess der Zertifizierung anstreben und dokumentieren.

Angesichts der ungerechten Wirtschaftsstrukturen und unserer Ohnmachtsgefühle ist dies unsere Möglichkeit, im Kleinen sinnvoll zu handeln und die Welt zu „fairändern“.

Mag. Rosa Windbichler

Faires Schuljahr im ISZ-Wels endet mit fairem Bananenjogurt-Verkauf

Im ISZ-Wels wurde auch in diesem Schuljahr nichts „fairlernt“. Faire Produkte aus dem Weltladen Stadl-Paura wurden zu Weihnachten und zu Ostern angeboten. Die 1 i lernte  „Fairtrade“ erstmals kennen, während die 2i, 3i und 4i ihr Wissen erweiterten. Krönender Abschluss der „fairen Wochen“ im ISZ-Wels war der Verkauf von selbst hergestelltem fairem Bananenjogurt. Innerhalb weniger Minuten war es restlos ausverkauft. Die stolzen  „Fairkäufer“ waren begeistert! Die Kids sind der Meinung:

„Hallo Leute hört mal her,

fair zu sein ist gar nicht schwer!

Achte nur bei jedem Kauf –

ist das Fairtradezeichen drauf?

..denn das sagt mir…

Kinderarbeit darf nicht sein!

Es ist auch für die Umwelt fein!

Menschen kriegen fairen Lohn! So soll es sein, dass weiß ich schon!“